Kein PFAS / PFOA im Trinkwasser!

Das Trinkwasser der Gemeinde Burgkirchen kommt seit dem 14. Nov. 2016 ausschließlich aus dem Brunnen Raitenhaslach. Das Wasser aus diesen drei Quellbrunnen in Raitenhaslach ist frei von PFOA und PFOS.  Das gleiche gilt für die Quellen im Ortsteil Hirten. Auch hier sind die Tucher und Wegerer Quelle nicht mit PFOA und PFOS belastet. Die Gemeinde Burgkirchen a.d. Alz hat aber schon vor  10 Jahren, nach bekannt werden der ersten Messergebnisse,  ihre Wasserförderung so umgestellt, dass rund 2/3 ihres Trinkwassers von den Brunnen Raitenhaslach und 1/3 vom Brunnen Forst Kastl gewonnen wurde. Die Belastung des Trinkwassers mit PFOA  wurde dadurch vor 10 Jahren schon vermindert und ist seit der Abschaltung des belasteten Brunnens Forst Kastl, also seit dem 14.10.2016, in den Netzproben nicht mehr nachweisbar und somit unbelastet. Das heißt für unsere Bürger, dass unser naturbelassenes, unbehandeltes Trinkwasser bedenkenlos getrunken und verwendet werden kann.

Auszug aus einer Veröffentlichung des Bayerischen Landeamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

[… Für die gesundheitliche Bewertung von PFAS-Messwerten hat die Trinkwasserkommission des Bundesministeriums für Gesundheit beim Umweltbundesamt im Jahr 2006 eine Stellungnahme veröffentlicht (vom 21. Juni 2006, überarbeitet am 13. Juli 2006), die mehrfach erweitert und aktualisiert wurde. Auf Grund einer Neubewertung verschiedener Studien zu per- und polyfluorierten Substanzen (PFAS) hat das Umweltbundesamt nach Anhörung der Trinkwasserkommission am 20.09.2016 eine ausführliche Empfehlung zu verschiedenen PFAS, u. a. auch PFOA und PFOS, veröffentlicht. Darin wird der für Trinkwasser im Jahr 2006 abgeleitete lebenslang gesundheitlich duldbare Leitwert in Höhe von 0,3 µg/l der Summe aus PFOA und PFOS auf jeweils 0,1 µg/l für die Einzelsubstanzen PFOA und PFOS abgesenkt.

Vor dem Hintergrund der Absenkung des Leitwerts wurde im Jahr 2016 das Monitoring des Gesundheitsamtes Altötting auf zwei Probennahmedurchgänge pro Jahr erweitert und auf Wasserversorgungen im weiteren Umfeld des Industrieparks Gendorf ausgedehnt. Das Gesundheitsamt Altötting entnimmt seit dem Jahr 2007 im Rahmen seines Monitorings mindestens jährlich Trinkwasserproben. Die Analyse der Roh-und Trinkwasserproben auf PFAS erfolgte am LGL.

Als Reaktion auf die neue Bewertung des lebenslang gesundheitlich duldbaren Leitwerts haben mehrere Wasserversorger im Landkreis Altötting im Herbst 2016 Umstellungen vorgenommen mit dem Ziel, kurzfristig die Gehalte an PFOA in dem von ihnen bereitgestellten Trinkwasser zu reduzieren. …]

[... Weiterhin niedrig sind die PFAS-Gehalte im aufbereiteten Trinkwasser des Wasserzweckverbands Inn-Salzach, der seit November 2009 eine Aktivkohle-Filteranlage betreibt, mit der die Gehalte des geförderten Rohwassers an perfluorierten Substanzen im Trinkwasser dauerhaft gesenkt werden. Abhängig sind die gemessenen Gehalte von der Nutzungsdauer des Filtermaterials bei der Probennahme.

Auch in den Proben aus Gendorf, Emmerting sowie den Wasserversorgungen Burgkirchen und Neuötting konnte das LGL seit den Umstellungen im Jahr 2016 nur noch Spurengehalte unter der analytischen Bestimmungsgrenze bzw. überhaupt keine PFASmehr nachweisen. Erreicht wurde dies, indem etliche belastete Brunnen nicht mehr genutzt werden. Das Trinkwasser muss dafür aus anderen Brunnen (Wasserversorgung Burgkirchen: Brunnen Raitenhaslach; Wasserversorgung Altötting/Neuötting/Winhöring: Tiefbrunnen Altötting) bezogen werden. Rückstände der ursprünglichen PFAS-Belastung werden noch im Wasser aus dem Hochbehälter Eschelberg nachgewiesen, die aber offensichtlich kaum in den Versorgungsgebieten ankommen. Es ist mit einem Rückgang dieser Gehalte auch im Hochbehälter in Zukunft zu rechnen. ...]

 

Link zur Veröffentlichung des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit


UNTERSUCHUNG DES TRINKWASSERS AUF PER- ODER POLYFLUORIERTE ALKYLSUBSTANZEN (PFAS)

Mit Schreiben vom 15.06.2020 teilte das Landratsamt mit, dass die am 02.03.2020 entnommenen Proben hinsichtlich einer möglichen Kontamination mit per- oder polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) untersucht wurden.
 
Die in den Trinkwasserproben festgestellten Gehalte für PFOA liegen bei < 0,004 μg/l in Hirten und somit unter den in der Empfehlung nach derzeitigem Wissenstand toxikologisch abgeleiteten Leitwerten für die nachgewiesenen PFAS. In den Trinkwasserproben, entnommen aus dem Hochbehälter Eschlberg, in der Schule Emmerting und in der Schule Gendorf, konnten PFOA und andere PFAS nicht nachgewiesen werden.
 
In der Rohwasserprobe des Brunnens III wurde ein Gehalt von 0,36 μg/l für PFOA gemessen.  Bezüglich der gesundheitlichen Bewertung der in der vorliegenden Rohwasserprobe festgestellten Gehalte an PFAS verweisen wir auf die aktuelle Empfehlung des Umweltbundesamtes nach Anhörung der Trinkwasserkommission  am 20.09.2016 (Bundesgesundheitsblatt, 2017 und Empfehlung des Umweltbundesamtes, 2016).
 
 
Die in der Rohwasserprobe festgestellten Gehalte liegen über dem in der Empfehlung genannten, nach derzeitigem Wissenstand toxikologisch begründeten Leitwert für PFOA. Der Brunnen III, Öttinger Forst, speist seit 14.11.2016 nicht in das Trinkwassernetz der Gemeinde Burgkirchen ein. Die Trinkwasserversorgung wird über die Brunnen in Raitenhaslach und einer Zumischung von unbelastetem Wasser der Stadt Burghausen sichergestellt.
 
 

 

Befundkopien des LGL Erlangen vom 11.05.2020:

Untersuchung Emmerting, Grundschule Gendorf, Hochbehälter Eschlberg

Untersuchung Wasserversorgung Hirten, Kindergarten, Wegerer- und Tucherquelle

 

Auszug aus der Ergebnisübersicht

Ergebnisübersicht zu den Proben des Gesundheitsamtes Altötting (Probenahme Mai/Juni 2019)

 

Zusammenstellung der PFOA-Ergebnisse von 2006 - 2020

PFT-Ergebnisse Burgkirchen 2006 - 2020 (Stand März 2020)

 


 

 

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